Alles soll perfekt sein, aber irgendwie ist es nie gut genug
Ich plane gerne. Furchtbar gerne. Bis ins kleinste Detail. Aber anfangen, das fällt mir oft so schwer! Kennt ihr das auch? Alles soll perfekt sein, aber irgendwie ist es nie gut genug, also fängt man gar nicht erst an und ist wie gelähmt. Plant weiter oder legt das Projekt erstmal auf Eis. Vergisst es vielleicht. Dabei ist es einem doch so wichtig.
Meine Mantras
In solchen Momenten muss ich mir immer und immer wieder das folgende Mantra vor Augen führen:
“Progress over perfection”, also “Fortschritt über Perfektion”
Es ist besser, ab einem gewissen Grad der Planung einfach anzufangen und gegebenenfalls später nachzubessern. Aus Fehlern lernt man schließlich. Keine Fehler zu machen kann also nicht das erklärte Ziel sein, es ist außerdem absolut unrealistisch.
Es ist besser, wenn es nach einer Aufräumaktion besser aussieht, egal wie viel besser, als wenn wir es perfekt machen wollen, aber dann gar nicht zum Anfangen kommen vor lauter Planung und Überlegen, oder weil wir meinen, dass wir nicht genug Zeit haben, alles auf einmal zu erledigen. Auch, wenn wir mit einer Ecke, Schublade, einem Zimmer nicht wie geplant fertig geworden sind, es aber besser als vorher ist und wir Ordnung geschaffen und Dinge ausgemistet haben, dann ist das gut. Noch nicht perfekt, aber schon gut. Daran sollten wir immer denken.
Dazu passt mein zweites Mantra:
“Better is good”, also “Besser ist gut”
Wenn etwas besser als vorher ist, wenn also mein Projekt ein bisschen vorangekommen ist, wenn es zuhause etwas ordentlicher als vorher ist, dann ist das gut. Punkt. Und darüber darf ich mich freuen. “Perfekt” wird es nie, weil es doch wirklich IMMER noch etwas zu verbessern gibt. Der Aufwand dafür ist aber unverhältnismäßig groß.
80:20
Kennt ihr das Pareto-Prinzip? Es wird auch die “80:20 Regel” genannt. 80% des Vermögens befinden sich im Besitz von 20% der Bevölkerung. 80% der aufgenommenen Kalorien stammen von 20% der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen. Auf die Ordnung zuhause bezogen bedeutet es, dass man mit relativ wenig Aufwand (20%) schnell eine große Verbesserung (80%) sieht, wenn man z.B. aufräumt. Um die letzten 20% Ordnung herzustellen (alles blitzeblank putzen), braucht es dagegen viel mehr Zeitaufwand (80%).
Daher versuche ich mir bei jeder Aufgabe vor Augen zu führen, ob sich der Aufwand lohnt:
Pareto-Prinzip: Mit wenig Aufwand viel erreichen. Zur Perfektion ist dann aber noch viel mehr Arbeit nötig.
Mit diesen drei Gedanken im Kopf fahre ich derzeit ganz gut im Leben. Theoretisch. Jetzt muss ich mir nur noch selbst in den Hintern treten und auch endlich anfangen. Dieser Blogpost ist Schritt 1. Endlich mal wieder etwas veröffentlichen. Und dann die nächsten Tage endlich mal wieder an meinem Businessplan arbeiten. Schritt für Schritt. Hauptsache, vorankommen!
In diesem Sinne, packt den Frosch bei den Beinen!
