Mein schnelles 15 Minuten Projekt: Nähgarn

1. Juni 2021 0 Von Kata

Auch wenn die Zeit oder Kraft nicht reicht, um ein großes Projekt in Angriff zu nehmen, so kann man doch auch in kleinen Schritten erfolgreich sein. Lest hierzu auch Ordnungstipp Nr. 3: Der 15 Minuten Lauf

Das heutige Projekt

Ich nehme mir heute bei meinen Nähsachen die Schublade mit Garn in zig Farben vor. Sie ist zwar noch ordentlich sortiert und geht auch noch zu. Doch da ich alles irgendwann mal angesammelt und geschenkt bekommen habe, aber ich die Farben überhaupt nicht brauche oder die Qualität viel zu schlecht ist, habe ich es größtenteils noch nie benutzt.

Also werfe ich einen Blick in diese eine Schublade, räume alles aus, wische sie aus und fange an. Sollte ich abgelenkt werden, kann ich einfach alles wieder reinschmeißen und habe kein allzu großes Chaos angerichtet.

In der ganzen Schublade sind nur neun (!) Rollen Garn, die ich selbst gekauft habe. Drei von etwas besserer Qualität, die anderen sechs waren Teil eines Sets vom Discounter mit eher billigem Garn aus meine Nähanfängen. Damals war es für mich ok, und die Nähmaschine machte auch einigermaßen mit. Doch seitdem ich mir eine neue, echt tolle Maschine geleistet habe, muss es auch etwas besseres Garn sein, sonst zickt sie rum. Der Großteil meiner Sammlung stammt aus diesen billigen Mehrfachpackungen mit allen möglichen Farben, aber es sind auch viele, sehr viele alte bis uralte Rollen dabei. Alles habe ich mal geschenkt bekommen. Ich konnte mich bisher nie davon trennen, weil ich es zum Flicken benutzt habe, und da kann man ja jede Farbe mal gebrauchen. Doch seien wir mal ehrlich, braucht man 20 oder 30 (oder 60 oder 100) verschiedene Farben? Wohl eher nicht.

Es geht los

Schritt 1 ist das Sortieren nach Farben, um einen ersten Überblick zu bekommen und doppelte oder zu ähnliche Farben auszusortieren. Denn nur “für den Fall, dass” sollte man eigentlich gar nichts aufheben, wenn doch,  dann aber wenigstens nicht allzu viel.

Nähgarn Überblick - Oh mein Gott, ist das viel, und alles ungenutzt.
Oh mein Gott, ist das viel, und alles ungenutzt.

Ich bin echt baff. Dachte nicht, dass es so viele sind. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich noch mehr Garn an der Wand hängen habe, aber das taste ich mal nicht an, denn das ginge tatsächlich noch zum Nähen, weil ich davon auch mehr habe.

Meine Nähgarn-Pinnwand
Meine Nähgarn-Pinnwand

Schritt 2: Ich entscheide mich fast komplett gegen Farben, in denen ich keine Stoffe oder Klamotten habe. Z.B. braun, grün, rot. Davon darf nur ganz wenig bleiben. Wenn ich mehrere Rollen einer gewünschten Farbe habe, darf eine bleiben, Rest weg. Sind zwei ähnliche Farben da und eine billiges Garn, eine teures Garn, dann behalte ich das bessere. Und so weiter.

Das Ergebnis

Insgesamt sortiere ich mal eben locker und innerhalb der Zeit aus:

150 Rollen Nähgarn, 2 Unterfadenspulen, alles gesammelte Reisenähgarn und eine Rolle unbekanntes Garn

Weg mit dem ungenutzten Zeug!
Weg mit dem ungenutzten Zeug!

Es bleiben (Und das ist immer noch echt viel, aber ich kann ja noch mal eine zweite Runde durch diese Schublade machen, wenn mir danach ist.):

54 Rollen Nähgarn und ein paar andere Sachen. Die ganzen Nähfüße passen auch nur an die alte Nähmaschine, aber ganz selten mal brauche ich sie halt doch noch.

Was bleiben darf

Fühlt sich gut an. Wenigstens ein ganz kleiner Bereich sieht jetzt besser aus, als vorher.

Jetzt muss ich den ausgemusterten Kram nur noch loswerden. Ich versuche es mit direktem Verschenken, ansonsten landet er in meiner Verschenke-Kiste vor der Tür.

PS: Ja, den Aufkleber muss ich auch endlich mal von der Kiste abmachen! Sieht halt einfach besser aus.


PSPS: Zwei Tage später habe ich mir die nächsten Schubladen mit Garn vorgenommen. Ja, ich habe noch MEHR. Aber für eine andere Maschine. Auch hier viel zu viel von allem. Trotzdem: 11 Rollen aussortiert. Das ist gut!


Und an welches 15 Minuten Projekt habt ihr euch heute gemacht? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.