Gläser aussortieren – Sie fressen ja kein Brot. Trotzdem machen sie Arbeit.
Tut es wirklich Not?
Heute packt es mich mal, eine Vitrine in der Küche in Angriff zu nehmen, ich will ein paar Gläser aussortieren. Zwar haben wir vor einer Weile schon einmal kräftig ausgedünnt, aber es sind immer noch so viele Gläser in unserem Haushalt, die sehr selten, wenn nicht sogar nie genutzt werden. Zwar passen alle noch in einen Schrank, und wie ich mir immer anhören darf: “Sie fressen ja kein Brot.” Aber trotzdem machen sie Arbeit: ich muss immer aufpassen, dass nichts rausfällt, ab und zu müssen alle abgestaubt und poliert werden. Und wozu? ICH habe dazu keine Lust mehr. Also wird ausgedünnt.
Ja! Immer!
Latte Macchiato Gläser: Wir haben sieben Stück, bekommen aber nicht ständig Kaffeebesuch, der nicht das selbe Glas auch noch ein zweites Mal nimmt. Also kann zumindest das eine, welches eh alleine ist (wir haben sieben Gläser in vier verschiedenen Ausführungen!) gehen.
Sektgläser: Ja, wir haben zu normalen Zeiten schon mal die Familie zu Besuch und sind schnell 12+ Personen. Aber erstens immer zwanglos, und zweitens trinken viele eh keinen Sekt. Warum also sollte ich 11 Sektgläser aufbewahren? In drei verschiedenen Ausführungen, ein einziges Sammelsurium. Drei Gläser dürfen ausziehen. Bleiben einmal 6 gleiche und einmal 2 gleiche, die besser in den Geschirrspüler passen, als die anderen.
Pernodgläser: Ehrlich, das Zeug trinkt hier schon EWIG keiner mehr. Und dann auch keine sechs Personen auf einmal. Eines hat fast keinen Aufdruck mehr. Mein Mann hat sich bislang etwas gesperrt, aber zwei dürfen heute dann doch gehen. Manchmal braucht es einfach etwas Zeit und einen zweiten oder dritten Durchlauf. Dann kommt die Erkenntnis, dass das ganze Zeugs wirklich nur herumsteht.
Schnapsgläser: Was soll ich sagen. Wir haben zu viele. Trotzdem trenne ich mich nur von drei Stück. Und einem Glas für ein Teelicht. Aus irgendeinem Grund dachte ich, man könnte daraus trinken. Ist aber viel zu dickwandig. Die verbliebenen Gläser werden niemals alle auf einmal zum Einsatz kommen, aber wir haben Schnapsgläser, Likörgläser, welche mit Henkel für Kohlfahrten. Das ist ja alles ganz was anderes! Und Schnapsgläser, aus denen Junior super trinken kann, wenn er mal kein Wasser bekommt. Es sind also immer noch ECHT viele Gläser. Da brauche ich wohl noch eine nächste Runde.
Von den Bier- und Weißweingläsern sortiere ich je nur eines aus, weil ich eine ungerade Zahl habe oder sie eine kleine Macke haben. Und von den Rotweingläsern mache ich heute endlich mal die Aufkleber ab, die mit jeder Benutzung und Wäsche unansehnlicher werden. Warum habe ich das nicht schon längst getan? Schließlich habe ich diese Gläser schon seit Jahr(zehnt)en. Damals wären sie sicherlich leichter abgegangen.
An die Saft- und normalen Trinkgläser gehe ich heute nicht ran. Die werden aber auch echt alle benutzt. Klar, wenn man öfter spült, würden es weniger auch tun. Aber für uns ist es gut so.
Fazit
Nicht perfekt, auf gar keinen Fall minimalistisch, aber besser! 11 Gläser weniger, dazu 2 Pappuntersetzer und eine Packung mit IKEA Untersetzern. Der Rest ausgewischt, abgestaubt, poliert, sortiert. Check! Ich schaue die Tage mal, ob meine Sammlung vor der Tür noch einen Liebhaber findet, bevor ich alles wegwerfen muss.

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