Zwei Arten von Unordnung und wie wir sie verhindern können
Wenn wir uns umsehen und das total Chaos sehen (oder zu sehen glauben), dann sollten wir uns zunächst klar machen, dass es zwei Arten von Unordnung gibt. Beide sind im Grunde total verschieden und doch eng miteinander verknüpft. Doch wie können wir beide Arten von Unordnung verhindern? Und wie unterscheiden sie sich überhaupt?
Arten von Unordnung
1. Grundsätzliche Unordnung entsteht durch überschüssigen Kram, also Dinge, die wir in unsere Schränke, Schubladen, in Körbe, Boxen, Dosen, Garagen, Abstellräume, Regale stopfen. Sachen, die wir nicht länger nutzen, brauchen oder lieben.
2. Tägliche Unordnung entsteht durch Kram auf Oberflächen, in Schubladen und Ecken. Diese Dinge nutzen wir ständig, brauchen sie auch, wir räumen sie nur nach Benutzung nicht wieder weg. So entsteht immer mehr sichtbare Unordnung, überall um uns herum. Wir können diese Stellen im Haus immer und immer wieder aufräumen, doch sie sehen bald wieder aus wie vorher.
Was können wir nun tun, um beide Probleme anzugehen? Wie können wir es uns möglichst leicht machen, Ordnung zu schaffen und diese auch zu halten? Besonders die tägliche Unordnung fällt uns immer wieder ins Auge und stresst uns unterbewusst.
Grundsätzliche und tägliche Unordnung hängen zusammen. Wir müssen uns um beide kümmern, um langfristig erfolgreich zu sein.

Ursachen für Unordnung
Die tägliche Unordnung fällt sofort ins Auge und ist zunächst störender für uns, weil eben alles einfach irgendwo herum liegt. Doch wir müssen uns bewusst machen, dass die Ursache für die tägliche Unordnung eigentlich die grundsätzliche Unordnung ist.
Wenn der Garderobenschrank knallvoll ist, dann werden wir die Jacke wahrscheinlich eher davor liegen lassen, als sie noch irgendwie mit dort rein zu stopfen. Wenn es zu kompliziert oder aufwendig ist, etwas ordentlich in eine Kiste zu räumen, die wir erst herausholen müssen, deren Deckel wir erst öffnen müssen, und die wir anschließend wieder schließen und wegräumen müssen, dann werden wir (und unsere Familienmitglieder) die Sachen vielleicht doch einfach irgendwo anders ablegen. So eignen wir uns mit der Zeit völlig unbewusst schlechte Angewohnheiten an. Wir lassen die Dinge einfach irgendwo liegen, anstatt sie eben wegzuräumen, weil das zu schwierig oder unbequem für uns ist.
Hier müssen wir generell umdenken und uns umgewöhnen. Denn wir haben die Sachen, die wir nicht oder selten brauchen irgendwo verstaut. Doch für die Dinge, die wir oft benutzen, ist aber scheinbar kein Platz mehr da.
Die Lösung
Im ersten Schritt brauchen wir also Platz für unsere Sachen. Da der meistens nicht mehr wird, müssen wir Dinge reduzieren und Platz schaffen.
Dann brauchen wir ein einfach umzusetzendes Ordnungssystem, mit dem alle Haushaltsmitglieder umgehen können.
Zu guter Letzt müssen wir all den oft genutzten Gegenständen ein neues, festes Zuhause zuordnen und sie AB SOFORT auch immer wieder dahin zurück räumen.
Schaut euch hierzu die Top 10 Ordnungstipps an.
FAZIT
Sobald wir also die grundsätzliche Unordnung beseitigt haben und unsere schlechten Angewohnheiten überwunden – keine Ausreden mehr – können wir uns an die dauerhafte Beseitigung der täglichen Unordnung machen.
Fangt JETZT an und schaut euch zuhause einmal um. Welche Oberflächen und Ecken laden bei euch ständig jede Menge Zeug ein? Wo seht ihr sofort die Unordnung? Überlegt euch, wie ihr diese Stellen durch simple Tricks bereinigen könnt und wo ihr ggf. ausmisten müsst, um genug Platz zu schaffen.
Ich bin mir sicher: Wenn ihr mit offenen Augen durch euer Zuhause geht und die Problemstellen erstmal gefunden habt, dann könnt ihr sie auf jeden Fall auch beheben. Es erfordert dann lediglich (ich weiß, das ist einfacher gesagt, als getan) ein bisschen Training, bis ihr all die alten Verhaltensmuster abgelegt habt. Wenn ihr es dann schafft, die grundsätzliche und tägliche Unordnung so gut es geht zu eliminieren, wird das Aufräumen generell viel weniger Zeit in Anspruch nehmen.
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