Ist ‘Decluttering’ nur ein neuer Trend?
Manche sagen, “Decluttering“ (der englische Begriff für Entrümpeln oder Ausmisten) wäre nur ein neuer Trend. Ein neuer Name für eine eigentlich ganz alte Sache. Entrümpeln und Ausmisten klingen aber halt auf Deutsch total unsexy. Doch ist es wirklich nur ein Trend?
Fakt ist, dass das Thema Work-Life-Balance in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Und Homeoffice. Wer also mehr Zeit zuhause und weniger auf der Arbeit verbringt, der möchte natürlich eher ein angenehmes Umfeld schaffen, um sich wohl zu fühlen. Dies wird mehr und mehr wahr, je mehr wir uns zuhause aufhalten. Das kann man ja gerade während der Corona-Pandemie gut sehen: Möbelhäuser, Baumärkte, Gartencenter – alles, was wir brauchen, um die heimischen vier Wände zu verschönern, hat Hochkonjunktur.
Meiner Meinung nach ist es also nicht einfach nur irgendein neuer Trend. Mehr ein generelles Umdenken. Das Bewusstsein dafür steigt, dass ein aufgeräumtes Wohnumfeld zu Wohlbefinden, Zufriedenheit und Gesundheit beiträgt. Zu viel Unordnung zu Hause und zu viel Besitz kann stressen und ist ungesund. Alles, was wir besitzen, macht uns Arbeit, gibt uns Verantwortung, kostet sogar Geld. Wir müssen die Dinge putzen, ihnen einen Platz geben, gegebenenfalls passende Behälter oder Möbel dafür kaufen, sie gegen Diebstahl schützen und so weiter und so weiter.
Wenn wir uns also generell überfordert fühlen, uns alles zu viel wird, dann ist der Beginn im eigenen Zuhause ein guter erster Schritt. Es ist leichter, sich von Dingen zu trennen, als z.B. den Job zu kündigen, weil er uns unglücklich macht. Aber wer den ersten Schritt geht und dran bleibt, kann schon bald die simplen ersten Schritte auf andere Lebensbereiche übertragen und so selbst dafür sorgen, dass sein Leben besser wird.
Worauf wartet ihr also noch?
Wenn ihr nicht wisst, wie ihr anfangen sollt, schaut hier vorbei: Top 10 Ordnungstipps für ein ordentliches Zuhause oder hier: 100+ Dinge, die ihr sofort aussortieren könnt
