Endlich mal wieder unnützes Zeugs aus dem Haus werfen!

13. September 2021 0 Von Kata

Nach rund 8 Wochen Ausnahmezustand (Urlaub, Übernachtungsbesuch, diverse Familienfeiern) war ich so froh, endlich mal wieder einen Schwung unnützes Zeugs aus meinem Haus raus zu schaffen. Und damit meine ich nicht die nicht enden wollenden Massen von Kuchen, die wir die letzten Wochen gebacken haben!

So ein Urlaub – gerade auf dem Campingplatz – zeigt mir immer wieder wunderbar auf, was ich eigentlich alles so zu brauchen meine: verdammt wenig! Und so saß ich dort und freute mich schon darauf, zuhause zu sein, damit ich endlich mal wieder ausmisten kann. Zugegeben, das mehr als durchwachsene Wetter hat seinen Teil dazu beigetragen. Doch nach unserer Rückkehr kam erstmal ganz lieber Übernachtungsbesuch für eine Woche zu uns, dann standen Einschulung, Taufe und Geburtstag an, und danach, aber genau am Tag danach (!) konnte ich endlich los legen. Mein Mann hatte auch noch zwei Tage frei, und so haben wir uns zusammen daran gemacht, den uralten Flohmarkthaufen aus dem Schuppen anzugehen. Da hat sich nämlich immer und immer mehr angesammelt, für Flohmärkte, die nie stattfinden. Hauptsächlich DVDs, die man eh nie los wird.

DVDs habe ich ein einziges Mal richtig gut verkauft: 70 Stück für 70€ an eine Frau, deren Mann Fernfahrer ist und jeden Abend einen Film weg guckt. Aber das war einmal, und danach bin ich mehr oder weniger nichts losgeworden.

Das Geld ist schon weg.

Aber leider ist es ja so, dass man immer das Geld im Kopf hat, was man mal für seine Sachen ausgegeben hat, und man würde es ja gerne zurück haben, zumindest einen Gutteil. Bei manchen Sachen mag das funktionieren (z.B. Kinderfahrräder), aber meistens ist es doch so, dass das Geld eh schon weg ist, wir deswegen eventuell sogar ein schlechtes Gewissen haben und uns dann weiter damit quälen, indem wir das ganze Zeug behalten und es uns auch noch nervt und Energie raubt.

Los geht’s!

Also war der Plan für diese Aufräumaktion: Sei hart, sei ehrlich zu dir selbst (Wirst du diese DVD vermissen? Nein. Wirst du in naher Zukunft dafür Geld bekommen? Wohl kaum.).

Wir haben uns mit zwei Smartphones bewaffnet, die Apps von Rebuy und Momox geöffnet und angefangen, alles durch zu scannen. CDs, Bücher, DVDs, Blu-Rays, Konsolenspiele. Vieles bringt gerade mal 0,15€, und bisher haben wir solche dann lieber zurück gestellt, weil man ja bestimmt wenigstens 1€ dafür bekommen könnte. Doch heute nicht! Heute war die Devise: entweder bekomme ich irgendwas dafür, oder ich spende es an den Shop im Recyclinghof.

Als wir alles aus dem Schuppen durchgeschaut hatten, sind wir noch an den Wohnzimmerschrank gegangen. Nur mal gucken. Vielleicht überzeugt mich ja ein super-duper-Ankaufspreis, spontan noch mehr auszusortieren. Und siehe da: es war wirklich so! Für einen Bollywoodfilm, der bestimmt total toll ist, an den ich mich aber nicht erinnern kann und den zu schauen ich wahrscheinlich nie wieder Zeit finden werde, bekomme ich 13,92€! Weg damit! Ein Playstation 3 Spiel, das ja irgendwie ganz nett ist und wir viel gespielt haben (damals), aber das jetzt auch schon Jahre rum steht: 13,84€. Wir kommen in einen Rausch, scannen alles, wirklich alles durch. Viele Filme können wir irgendwo streamen. Und wenn nicht, und in 3-12 Jahren muss ich ihn UN-BE-DINGT sehen, dann kaufe ich ihn mir halt neu.

Am Ende dieser Aktion verschicken wir drei Kartons zum Verkauf für über 100€ und bringen weitere drei Kartons zum Recyclinghof. Das Gefühl der Erleichterung ist unbeschreiblich!

Zwischenlagern – Pro & Contra

Manchmal muss Gut Ding eben Weile haben. Was man im ersten Anlauf nicht gleich rauswerfen kann, kann man zur Seite legen (wenn Platz vorhanden ist) und dann im nächsten oder übernächsten Anlauf fällt es leichter, sich zu trennen.

Allerdings muss man sich dann auch bewusst sein, dass diese Dinge uns in dieser ganzen Zeit weiter vorwurfsvoll anschauen, weil wir noch entscheiden und handeln müssen, und dass wir uns unwohl fühlen, weil unser Zuhause nicht so ordentlich ist, wie wir es uns wünschen.

Aber am Anfang der Aufräumreise kann es ein Gefühl der Sicherheit geben, die Sachen erst einmal zwischen zu lagern. Dann aber am Besten mit “Ablaufdatum”, bis zu dem wir uns entschieden haben müssen. Sonst lässt irgendwann der Messie grüßen.